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Hans-Joachim
by Hans-Joachim

3 Wochen - 3 Inseln - 3 Welten

Praslin – La Digue – Mahé. So lautete unsere Reiseroute, die vielfältige Eindrücke und Erholung versprach. Und dieses Versprechen wurde durchaus eingehalten.

Strand, Coco de Mer und Riesenschildkröten

Praslin begrüßte uns nach einer stürmischen Fährüberfahrt mit herrlichem Wetter. Anse Volbert (Cote d'Or) an der ruhigeren Ostseite war genau der richtige Ort zum Ankommen und ersten Staunen ob der strahlenden Farben. Das Türkis des Indischen Ozeans konkurrierte vor üppigem Palmengrün mit dem Blau des Himmels. Ein Schauspiel, das uns bis zum letzten Urlaubstag immer wieder aufs Neue begeisterte.
Neben erholsamen Tagen am Strand, von denen uns besonders die Zeit an der Anse Lazio in Erinnerung ist, prägten zwei Highlights unsere Woche auf Praslin.
Mit Dereck und seinem „Spanish Dancer“ unternahmen wir eine Tagesexkursion zur Insel Curieuse. Hauptattraktion dort sind sicherlich die zahlreichen Aldabra-Riesenschildkröten, die die Menschen durchaus gewohnt sind und sich gerne füttern ließen. Die Größe dieser Tiere ist imposant, und es ist kaum vorstellbar, dass auf dem Aldabra Atoll 100.000 dieser urzeitlichen Riesen leben. Es fiel uns schwer, uns von den Schildkröten loszureißen.

Aldabra-Riesenschildkröter, CurieuseAldabra-Riesenschildkröter, Curieuse Der kurze Spazierweg über die Insel führte durch Mangroven, die über und über voll mit Krabben in den buntesten Farben waren.

Bunte Winkerkrabbe, CurieuseBunte Winkerkrabbe, Curieuse Nach einem Bad im Meer gab es ein hervorragendes BBQ am Strand mit gegrilltem Fisch, bevor es mit der „Spanish Dancer“ weiter zur Insel St. Pierre ging, vor der wir zum Schnorcheln ankerten. St. Pierre ist ein wahres Bilderbuch-Inselchen!

St PierreSt Pierre Der Meeresgrund ist nicht ganz so bilderbuchmäßig, sind doch die Korallen El Niño zum Opfer gefallen. Aber die Vielzahl an Fischen in allen Größen und in den buntesten Farben machte dies wett. Besonders die farbigen Papageienfische waren herrlich zu beobachten und auch die kleinen Anemonenfische, wenn sie sich wieder aus ihrer Anemone herauswagten.
Ein sehr lohnenswerter Ausflug! – Ebenso wie der Besuch des Fond Ferdinand Nature Reserve. Die Coco de Mer ist wirklich eine ganz besondere Pflanze – aber in dem Park gibt es sehr viele weitere Palmenarten – teils endemische – zu sehen. Da man den Park mit einer Führung begeht, sieht und erfährt man wirklich viel. Der Blick am Ende der Tour über Praslin und die Nachbarinseln entschädigte für den ein wenig mühevollen Aufstieg.

Blick über Praslin (Fond Ferdinand)Blick über Praslin (Fond Ferdinand) Krönender Abschluss war der zahme Aal, der in einem kleinen Fluss des Parks lebt.


Entschleunigung

Die zweite Woche verbachten wir auf La Digue – Entschleunigung pur. Die Insel ist so klein, dass man alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt. Natürlich: Anse Source d'Argent ist ein Traumstrand, aber La Digue hat weitaus mehr zu bieten als diesen x-fach fotografierten Strand. Die drei Stände Grand Anse, Petite Anse und Anse Cocos sind ebenso schön, besonders gefiel uns die Petite Anse. Außerdem kann man auf einem bequemen Weg von Bucht zu Bucht wandern und so noch mehr Eindrücke von dieser hübschen Insel gewinnen.

Petite Anse, La DiguePetite Anse, La Digue Überrascht hat uns, dass auch auf La Digue Schildkröten zu finden waren – und das nicht nur im Gehege des Union Estate Parks. Nahe der Anse Severe im Norden der Insel sahen wir zwei Riesenlandschildköten, von denen eine ihr Nickerchen mitten auf der Straße machte.

Riesenschildkröte auf der Straße, La DigueRiesenschildkröte auf der Straße, La Digue Nicht nur wegen der Beschaulichkeit fiel uns der Abschied von La Digue schwer, sondern auch, weil wir hier ganz wunderbar im Belle des Iles Guest House gewohnt haben. Die Vermieterin, Fleur, ist sehr herzlich und gastfreundlich – und kocht fantastisch! Eine ganz besondere Adresse.

226|Belle des Iles Guest House, La DigueBelle des Iles Guest House, La Digue
Bunte Abwechslung

Im Vergleich zu La Digue erschien uns Mahé riesig – obwohl die Insel ebenfalls sehr überschaubar ist. Ein Erlebnis war die Erkundung der Insel per Linienbus. Die alten chinesischen Tata- oder indischen Ashok Leyland-Busse knatterten alle Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorierend über die Insel. Bergauf zogen die Fahrer den ersten Gang bis es dröhnend röhrte. Bergab, wenn das Schild „Reduce speed now“ passiert wurde, wurde bis zur nächsten S-Kurve Gas gegeben. Ein Fahrspaß wie auf der Achterbahn – und das alles für 5 Rupies.
Für eben diese 5 Rupies fuhren wir von Anse à la Mouche im Südwesten Mahés in die Hauptstadt Victoria. Zwei Orte haben unsere besondere Aufmerksamkeit geweckt. Zum einen war es der Markt mit einer Fülle an Farben, Geräuschen und Gerüchen. Fisch, Obst, Gemüse, Stoffe, Kräuter, Gewürze, Pflanzen… Alles überdacht von bunten Tüchern und Schirmen.

Victoria Market, MahéVictoria Market, Mahé Der zweite Ort war der Botanische Garten mit einer Vielzahl an Pflanzen. Aber neben den Pflanzen interessierten uns besonders die vielen Flughunde. Flughunde hatten wir auf allen drei Inseln gesehen, aber hier im Botanischen Garten entdeckten wir einige „Schlafbäume“, in denen zahlreiche der Tiere kopfüber hingen. Auch wenn es heißt, dass Flughunde dämmerungs- und nachtaktiv sind, so scheint sie der Hunger auch tagsüber zu aktivieren. Ganz unwiderstehlich sind Jackfruchtbäume – und da wird auch unter Flughunden nicht geteilt, sondern die gerade angebissene Frucht lautstark verteidigt. Ein Schauspiel, dem wir stundenlang hätten zusehen können.

Flughund im Botanischen Garten in Victoria, MahéFlughund im Botanischen Garten in Victoria, Mahé 3 Wochen – 3 Inseln – 3 Welten – von denen wir viele Eindrücke (und Fotos) mitgenommen haben und sehr erholt zurückgekehrt sind.
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Jelena Jovanovic

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